
26. September 2026
Mongolei: Ulaan Taiga, Darkhad Senke und Khoridol Saridagh
Tumursukh, der wohl bekannteste Ranger der Mongolei, schaute mich verwundert an, als ich ihm die geplante Wanderroute durch die Taiga westlich der Darkhad Senke auf der Karte zeigte. "Das schafft ihr nicht in zehn Tagen", war seine kurze, aber ehrliche Antwort. Seine Alternativstrecke verkürzte unsere Runde durch das streng geschützte Naturschutzgebiet "Ulaan Taiga" auf ein Minimum - und selbst diese Strecke war für uns in der Kürze der Zeit nicht zu bewältigen. Zu schwierig war das Gelände, bestehend aus Sümpfen, felsigen Steilhängen, reißenden Gebirgsflüssen, umgekippten Bäumen und oft undurchdringbaren Sträuchern. Teils kamen Jan und ich keinen Kilometer pro Stunde weit. Immer wieder mussten wir uns einen Weg durch die zugegebenermaßen wunderschöne und menschenleere Taig schlagen. Die Darkhad Senke war hingegen ein längerer Spaziergang von einem Tag. Die darauffolgenden Khoridol Saridagh Berge, ebenfalls ein unbewohntes "strictly protected area" westlich des Khuvsgul Nuurs, ähnelte mit den markanten Bergen ein wenig an die europäischen Alpen.
Insgesamt war es eine gelungene, abwechslungsreiche Wanderung, die wir uns etwas leichter ausgemalt hatte.

18. April 2026

24. Oktober 2025
Hitze, Wind und ein altes Rennrad - 1151 km durch Kansas und den Osten Colorados.
So viel geschwitzt, wie in den ersten beiden Tagen auf meinem in Colorado gekauften Trek 1420, Baujahr 1991, hatte ich seit langem nicht mehr. Die Temperaturen lagen bei knapp unter 40 Grad Celsius. Der Südwind machte mir kräftig zu schaffen und nach knapp 80 km suchten mich zu allem Übel die ersten Muskelkrämpfe heim.
„Es ist nicht die richtige Jahreszeit für dieses Hobby“ meinte ein Mann mit breitem Cowboyhut ein paar Tage später zu mir. Wie recht er hatte! Und trotzdem, ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, von dem kleinen Städtchen WaKeeney aus, Verwandte in der Nähe Wichitas zu besuchen. Von dort aus ging es zurück nach Denver – zu anderen Verwandten. Allesamt Giefers, deren Vorfahren vor rund 150 Jahren aus der armen Eifel nach Amerika auswanderten. Alles entfernte Verwandte von mir - haben wir doch denselben Ur-ur-urgroßvater.
Die acht Tage in diesem Sommer auf dem Rad waren kein Zuckerschlecken; die 5270 Höhenmeter waren bei der erbarmungslos knallenden Sonne tatsächlich eine Herausforderung. Und der Wind kommt beim Radeln ja eh meist von vorn, zumindest dann, wenn man wie ich überwiegend nach Westen fährt.
Und wenn ich zwei Erkenntnisse aus dem Mittleren Westen der USA mitgenommen habe, dann diese, dass sich so vieles auf der Welt nicht zu ändern scheint, wie wir in Deutschalnd oft meinen und dass der Nürburgring ein Traumziel vieler US-Amerikaner ist.

30 Jahre Fatum! Unsere Band feierte 2024 Jubiläum.
Ein großer Dank geht an dieser Stelle an alle ehemaligen Mitglieder der Band.
