Zusammen mit Frank Hülsemann
(www.exyle.de) aus Köln bin ich seit Sonntag, dem 24.10.2010 von
einer erfolgreichen Nord-Süd-Durchqureung des mongolischen Teils
der Wüste Gobi zurück. Innerhalb von 10 Tagen legten wir eine
450 km lange Strecke von den nördlichen Randgebieten der Gobi bis
kurz vor die chinesische Grenze zurück.
Von der Provinzhauptstadt Bayankhongor führte die Route über
den Ort Jinst ans Westufer des abflusslosen Salzsees Orog Nuur und von
hier aus über den Gobi-Altai hinein in die Trans-Altai-Gobi. Vom
Ort Bayanlig ging es immer weiter nach Süden in allmählich
unbewohntes Wüstengebiet. Diese Strecke führte uns über
den sumpfigen Zulganai Gol, durch die wundervollen
Dünenlandschaften des Tsagaan Els, die eindrucksvolle
Canyonlandschaft von Khermen Tsav bis hin zu unserem Ziel, der
bewohnten Oase Ekhiin Gol, ca. 70 km nördlich der chinesischen
Grenze gelegen und damit kurz vor dem militärischen
Grenz-Sperrgebiet. Nur mit dem Nötigsten ausgerüstet und ohne
motorisierte Begleitung waren wir täglich 12 bis 14 Stunden zu
Fuß unterwegs. Bei Temperaturen zwischen -10 und +25 Grad legten
Frank und ich täglich zwischen 40 und 55 Kilometer durch
Sanddünenfelder, Karstlandschaften und über Gebirgszüge
zurück. Die Verpflegung für die gesamte Strecke wurde im
Rucksack transportiert.
Bis auf ca. 20 % führte unsere ausgewählte Strecke
abseits der Pisten. Nach Möglichkeit haben wir den direkten Weg
gewählt. Die Route führte uns zu den wohl beeindruckendsten,
trockensten und auch abgelegensten Gebieten der Mongolischen Gobi.
Dadurch dass mir als Sonderschullehrer quasi nur die gut zwei Wochen
langen Herbstfreien zur Verfügung standen, lag es nahe, das
Grundgepäck möglichst gering zu halten, was uns mit der
hochwertigen und leichten Ausrüstung u.a. von golite und patagonia
auch gelang, um mit rel. leichtem Gepäck eine möglichst hohe
Tageslaufleistung zu erzielen. Außerdem lag eine 170 km lange
Strecke ohne sichere Wasserversorgung vor uns, die nur mit dieser
Wanderphilosophie ohne erhöhtes Restrisiko zu bewältigen war.
Erst meine gesammelten Erfahrungen in der Gobi aus dem letztem
Jahr und 2004, sowie Franks Erfahrungen von seiner Atacama-Durchquerung
2008 haben diese Wüstenwanderung zu einem Erfolg werden
lassen. Krönender Abschluss war im direkten Anschluss an
unsere Tour ein kurzfristig vorbereiteter Vortrag vor gut 35
interessierten Zuschauern am 23.10. in der Deutschen Botschaft in Ulan
Bator, wozu der Botschafter Pius Fischer eingeladen hatte.
An dieser Stelle möchten wir uns auch ganz herzlich bei folgenden
Institutionen und Personen in Ulan Bator bedanken: - der Deutschen
Botschaft, allen voran dem Kanzler Peter Stache und dem Botschafter
Pius Fischer - Helge Reitz und Suzan mit Familie und der Firma
nomadstours.com - Jörgi für die wichtigen Infos zu den
Quellen am Orog Nuur und dem Gobi-Altai - Ganzorig von
travelgobimongolia.com, der uns zum verabredeten Zeitpunkt in Ekhiin
Gol abgeholt hat.