Plakat Baikal - Gobi

Vom Baikalsee in die Wüste Gobi
1800 km zu Fuß durch Sibirien und die Mongolei

In diesem Vortrag berichte ich von meiner Extremwanderung durch Sibirien und die Mongolei. In 51 Tage legte ich 1800 km durch eine der unwirtlichsten Region dieser Erde zurück. Mein Ziel war es, vom ältesten und tiefsten See unseres Planeten, dem Baikalsee in Sibirien, bis in die kälteste und nördlichste Wüste, die Gobi, aus eigener Kraft zu gelangen, ohne dabei auf andere Transportmittel zurückzugreifen.

Auf dem ersten Teil der Wanderung durch das Hamar-Daban Gebirge südlich des Baikalsees begleitete mich noch Frank Hülsemann von der Sporthochschule Köln.

Gefährliche Flussdurchquerungen, von denen eine Frank beinahe zum Verhängnis geworden wäre, atemberaubend schöne Taigalandschaften und mehrere Verhaftungen durch Militär und Polizei prägen den sibirischen Teil des Vortrages. Danach entführe ich auf mich alleine gestellt den Zuschauer in den noch rel. stark bewaldeten Norden der Mongolei bis zur mongolischen Hauptstadt Ulanbator. Hier, wo Moderne und traditionelle Nomadenkultur teilweise noch ineinander übergehen, beginnt die endlose mongolische Steppe bis zu der um 1220 von Dschingis Khan gegründeten altmongolischen Hauptstadt Karakorum. Zwei deutsch mongolische Archäologenteams graben zurzeit nach Überresten der ehemaligen Hauptstadt, welche direkt neben dem ältesten Kloster der Nordmongolei Erdene Zuu liegt. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse fließen in einem historischen Exkurs zur bedeutendsten Mongolenzeit ein, bevor es in die wilde und faszinierende Landschaft des fast 4000 Meter hohen Changai-Gebirges geht.

Absoluter Höhepunkt wird die Abschlussetappe durch die Wüste Gobi sein. Mit 30 kg schwerem Gepäck begleiten mich die Zuschauer in die Wüste Gobi; vorbei am Orog Nuur, einem abflusslosen Salzsee am Fuße des beinahe 4000 Meter hohen Gobi Altais, hinein in gleißend weiße Sanddünenfeldern, über den kargen Gobi-Altai und endlose Kieswüste bis nach Bayanläg (Khatansuudal), einem kleinen Ort auf der südlichen Seite des Gobi-Altais, wo ich meine Reise beende. Sechs Wochen lang hatte ich mit Magen- und Darmproblemen zu kämpfen und über 10 kg an Gewicht verloren. Es war eine extrem harte Tour; für Körper, Geist und Material, die ich ohne die große Gastfreundschaft der Mongolen wohl kaum so unbeschadet überstanden hätte. In meiner Diareportage versuche ich all die Höhen und Tiefen der Wanderung dem Zuschauer so authentisch wie nur möglich zu schildern.


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